Oslo – die Anreise

Planmäßige Abfahrt meines Zuges 18:46. Ich hatte großes Glück dass ich gegen 14 Uhr regelmäßig den Status meines Zuges überprüft habe. Anfangs hatte der EC6 aus der Schweiz 3 Minuten Verspätung, dann plötzlich sprang die Abfahrtszeit auf 19:46. In Panik war ich sofort unter der Dusche und ging im Kopf durch was alles im Koffer war, bzw. noch rein muss. Danach lief ich zum Bus und war um 15:40 am Bonner HBF. Am DB Info Schalter riet man mir den Zug der 15:46 abfahren sollte, aber 15 Minuten Verspätung hatte, zu nehmen. Dass zwischendurch ein Böschungsbrand bei Münster dafür sorgte, dass wir dann auch wieder eine Umleitung fahren mussten sei nur am Rande erwähnt. Ich habe später auch noch gesehen das der EC6 dann ganz ausgefallen ist und der EC8 der eine Stunde früher gefahren wäre, auch zwei Stunden verspätung hatte.

In Hamburg hatte ich dann fast ganze 3 Stunden Zeit bis mein Anschlusszug abfuhr. Ich holte mir kurzer Hand leckere Süßkartoffel Pommes für 3.80€, war nicht grade günstig bezogen auf die Menge aber in Norwegen würden mich ja noch ganz andere Preise erwarten.

 

23:30 fuhr der IC der DSB in Hamburg ein, nachdem ich meinen Platz gefunden hatte waren es noch 12 Minuten bis zur Abfahrt. Aufgrund meiner vorangegangenen Probleme konnte ich die ganze Fahrt über kaum ein Auge zumachen.

 

Gegen 01:40 erreichten wir Flensburg und nach der Grenze in Pattburg gab es die leider üblich gewordene Grenzkontrolle. Auf der Fahrt nach Kopenhagen blieb der IC mehrmals in Bahnhöfen stehen teilweise bis zu 30 Minuten, da dies aber eingeplant war erreichten wir gegen 07:00 Uhr morgens den Hauptbahnhof von København.
Nach einem eher kurzen Aufenthalt von ca. 20 Minuten kam der Öresundståg der schwedischen SJ (Statens Järnvägar), leider änderte siche kurz vorher das Abfahrtsgleis und so musste ich schnell wechseln. Blöderweise stieg ich dann in einen Waggon ein der nur bis Helsingborg fuhr. Ein netter Schwede (oder Däne) sagte mir, ich solle doch die Grenzkontrollen beim ersten schwedischen Halt in Hyllie nutzen um den Waggon zu wechseln. Auf der Fahrt durch Schweden waren viele Gänseschwärme am Himmel zu sehen, im schwedischen Hügelland wurde es nebelig und es fing an zu regenen.

 

11:05 Uhr erreichten wir Göteborg Central.
Nun hatte ich erneut 2 Stunden Zeit bis es weiterging, dies nutzte ich um ein wenig vor dem Bahnhof herumzulaufen.

 

Ich war um 12:30 am Bahnsteig an dem schon der Zug der NSB (Norges Statsbaner) stand. Ich hatte mich beim Kauf des Tickets für das Komfort Upgrade entschieden weil es eine feste Sitzplatzreservierung enthielt und nicht viel teurer war, scheinbar war es soetwas wie die 1. Klasse mit zwei kostenlosen Heißgetränken und für mich nicht lesbaren Tageszeitungen.

Die Fahrt von Göteborg nach Oslo war einer der schönsten Streckenabschnitte, aber am Besten sind die Zugdurchsagen der NSB auf norwegisch, es klingt als würde man eine Geschichte erzählen, da kann sich die Deutsche Bahn mal eine Scheibe abschneiden. Das letzte Stück ging es am Oslofjord entlang.

 

Gegen 16:50 kamen wir endlich in Oslo Sentralstasjon an, ungefähr 26 Stunden nachdem ich meine Wohnung verlassen habe. Auf dem Weg zum Hotel holte ich schon mal Geld am Automaten ab, ich hatte mir einen Rahmen von 4000 NOK geplant, habe mich dann aber doch entschloßen erstmal nur 3000 NOK abzuheben.

 

Da mein Hotel sehr zentral unweit der Sentralstasjon liegt, war ich zu Fuß relativ schnell angekommen. Als aller Erstes, dass ich auf dem Zimmer gemacht habe, war ein Dusche zu nehmen.

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